Bukittinggi, Indonesien

Nachdem ich mir Melakka ausgiebig angeschaut habe, eine wirklich schöne Stadt, bin ich mit der Fähre nach Dumai auf Sumatra gefahren. Das sind gerademal 2h und gleich eine andere Welt.

Während Malaysia fast schon europäisch wirkt und sicherlich auch einigen eurpäischen Ländern voraus ist, kommt Sumatra bzw. Indonesien deutlich ärmer und unterentwickelt daher. Das beginnt schon mit der Infrastruktur, Malaysia verfügt über Autobahnen, einwandfreie Straßen und ein gut ausgebautes Bus-Netz. In Sumatra brauch man für die ~400km lange Strecke von Dumai nach Bukittinggi 10-14h, abhängig von Wetter und Verkehr. Natürlich sind das dann auch keine richtigen Busse sondern mehr so Minivans aus Asien, dem VW T5 nachempfunden (siehe Bild).

Aber mir gefällt das irgendwie, es ist halt dann doch was anderes als Europa und das perfekte System. Man lebt hier mit der Spontanität und der ständigen Verzögerung, ein BER-Flughafen ist hier keine Seltenheit, wobei hier zumindest trotz fehlender “Sicherheitsstandards” die Maschinen fliegen würden.

Die 11-stündige Fahrt nach Bukittinggi war auf jeden Fall nervenaufreibend. Der Fahrer, mit dem ich vor der Abfahrt noch Fernseh geguckt hab ist die Strecke komplett allein gefahren und man hat den Aufmerksamkeitsverlust zum Ende hin deutlich gemerkt. Leider kann man hier auch nicht behaupten, dass es ja immer gut geht, es passiert doch recht viel auf der Straße.

Als ich morgens um 4 in Bukittinggi ankam, ohne Hotel, Guesthouse oder ähnlichem bin ich einfach zum erstbesten auf der “Hotelstraße” liegenden Homestay (Losmen) und siehe da, Ulrich, ein deutscher Rentner öffnet mir die Tür und stellt sich als Besitzer vor. Mit seiner Hilfe habe ich in den letzten Tagen die Stadt und Umgebung erkundet, Bukittinggi liegt auf ca. 900m überm Meer und hat entsprechend angenehme Temperaturen um die 20-25°C.

Die Bilder sind alle hipsterized, es kommen auch wieder bessere Zeiten, keine Sorge!

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