UMA Exkursion

Die Exkursion für das Herbstsemester hat mich nach Stockholm, Helsinki und Tallinn gebracht, drei Städte die ich bisher nicht kannte. Zunächst sind wir mit dem Flugzeug von Umeå nach Stockholm geflogen, nachdem es den vergeblichen Versuch meinerseits gab auf die Schine umzusteigen. Nachhaltigkeit betrifft hier halt doch nur die Architektur, während in den Seminaren immer von dem großen Ganzen geredet wird.

In Stockholm, wie schon in Umeå hat uns eine graue Suppe erwartet, kein schönes Wetter, eher nass-kalt. Aber immerhin ist es in Stockholm schon ein bisschen länger hell.

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_DSC9173Gamla Stan, die Altstadt von Stockholm hat ein bisschen an die Heidelberger Altstadt erinnert, Touristen und eine romantische Altstadt. Man kann auch sagen, dass die Preise hier teurer waren als im Rest Stockholms, eben wie Heidelberg.

_DSC9175Das erste interessante Gebäude, bezogen auf unser Semesterprojekt, eine Bibliothek, war die Stadtbibliothek von Gunnar Asplund, einem der bedeutensten schwedischen Architekten.

_DSC9213 _DSC9231 _DSC9245Von der nächsten Bibliothek, der Nationalbibliothek in Stockholm, habe ich keine nennenswerten Fotos, allerdings war die Führung unglaublich interessant mit inspirierenden Fragen und Fakten zum Thema Bibliothek. Die Frage nach der Selektion, ob etwas Relevanz hat oder nicht, darauf bezogen dann die Frage nach einer Bibliothek für nur 7 Bücher, dem Aufwand zur Erhaltung der digitalen Medien, die eben nicht so einfach zu sichern sind wie physische Medien, besonders wenn man dazu verpflichtet ist das zu garantieren. (Man kennt es ja von seinem Computer, dass einfach mal was verschwindet oder fehlerhaft ist)

Die zwei Bibliotheken in Stockholm waren bereits sehr verschieden in der Interpretation ihrer Existenzgrundlage oder Existenzdefinition. Die Nationalbibliothek hat natürlich einen anderen Auftrag als eine Stadt(teil)bibliothek. Deshalb war es auch sehr spannend nach Helsinki zu fahren und wieder eine andere, eine Universitätsbibliothek zu besuchen.

_DSC9249 _DSC9257Da wir bereits in Helsinki waren konnten wir uns auch den Universitätscampus von Alvar Aalto anschauen und haben eine Führung durch die Architekturfakultät bekommen, die ein sehr interessantes Holzbau-Programm haben.

_DSC9278 _DSC9285 _DSC9287 _DSC9291Helsinki hat natürlich weitaus mehr zu bieten, leider hatten wir aber nicht so viel Zeit und konnten uns das Kiasma-Museum, Musiikkitalo-Konzerthaus sowie die Finlandia-Halle (ebenfalls von Aalto) nur flüchtig anschauen, denn noch am selben Tag ging es auf die Fähre nach Tallinn.

_DSC9383 _DSC9384Tallin ist wirklich wunderschön und umso trauriger ist es, dass wir die Stadt wieder so schnell verlassen mussten. Zum ersten Mal war das Preisniveau auch ein bisschen ähnlicher zum deutschen und man konnte sich Bier und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt leisten. In Tallinn haben wir ebenfalls die Nationalbibliothek besucht, die ein komplett anderes Konzept verfolgt und sich in ihrer Gestaltung extrem absetzt. Eine Führung durch die Altstadt sowie die Architekturhochschule war sehr interessant und die kleine Architekturhochschule mitten in der Innenstadt, in einem alten etwas abgenutzten Gebäude hat einen Charme von Geschichte und Arbeit hinterlassen. Auch wenn sie in Sachen Ausrüstung nicht annähernd mit Umeå mithalten kann, habe ich mich dort sehr wohl gefühlt.

_DSC9411 _DSC9424 _DSC9436 _DSC9437Wie gesagt war der Aufenthalt in Tallinn sehr kurz und wir mussten früh auf die Fähre nach Stockholm. 16 Stunden Fähre mit Partydeck und Duty-Free (was für Schweden natürlich sehr verlockend ist). In Stockholm hat ein Großteil von uns den Waldfriedhof von Gunnar Asplund besucht, auf dem er auch kurz nach der Fertigstellung begraben wurde. Der Friedhof ist riesig und wird auch als Park verwendet. Die Gräber, meist Urnengräber, sind zwischen den Bäumen verteilt und erscheinen sehr nüchtern verglichen mit deutschen Gräbern.

Wieder gings zum Flieger und bei unserer Ankunft in Umeå lag Schnee und die Temperaturen sind auf unter 0 gefallen, laut Internet -19°C. Ich bin dann nach Hause gelaufen, da mein zusammengesammeltes Rad inzwischen ein paar Probleme mit dem vielen Split bekommt und sich ständig Platten zuzieht. Leider sind die Mäntel mit Spikes ausverkauft und ich muss nach 3 Platten, einer “Explosion” meines Schlauchs und Gaffa-Tape-Reperatur des Mantels, laufen.

Vielleicht komme ich beim Laufen ja zu mehr Fotos, die wenige Sonne macht das allerdings nicht so einfach.

 

 

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